Teil 1JULIA + DAVIDHochzeit in Wildeshausen

Heute, einen Tag vor Heiligabend ist es nun genau ein Jahr her, dass ich mich bei deutlich niedrigeren Temperaturen auf den Weg nach Wildeshausen machte – ich betrat dort ein Haus, welches mit Wärme gefüllt war, saß in einer Küche, die in den letzten Weihnachtsvorbereitungen steckte und blickte in zwei freudestrahlende Gesichter: Julia und David. Hier war also unsere erste Begegnung, die durch ein paar Zufälle im Vorfeld geprägt war und ich bereits in der ersten E-Mail so viel über die beiden erfahren habe, dass ich nun das Gefühl hatte, mit Freunden zusammen zu sein. Wir sprachen über tolle Musik, lachten viel und sie erzählten mir von ihrer bisherigen Zeit, ihrem gemeinsamen Glück und dem Heiratsantrag in Irland, in einem Ruderboot auf einem einsamen See…

Als ich das Haus einige Monate später erneut betrat, roch es nach Kaffee und Haarspray, alle Zimmer waren gefüllt mit Leben, jeder Spiegel war besetzt und es herrschte eine wohltuende Hektik. Julia war umgeben von ihren Liebsten und stand wenige Stunden später in einem wunderschönen Kleid von Helena Harfst, mit einer ersichtlichen Aufregung im Zimmer und bekam von ihrer Mama ein Amulett, welches für sie in dem Moment die Welt zum Stehen brachte.

Ich bin mir sicher, dass ich diese Hochzeit anders fotografiert und die kleinen Geschichten darin anders wahrgenommen hätte, wenn ich nicht so eine direkte und ehrliche Verbindung zu Julia + David gehabt hätte und sie mir nicht von ihren Schicksalsschlägen und Erlebnissen erzählt hätten. Die unzähligen Details, die den Hochzeitstag begleiteten, waren kein Zufall oder Ergebnis einer Materialschlacht sondern ein Zeichen von gegenseitiger Liebe und Zuneigung – zwischen den beiden, ihren Familien und ihren Freunden. Die Menschen machen alles aus und noch nie habe ich eine randvolle Tanzfläche so herzlich laut zu Meat Loaf und „I’d do anything for Love“ brüllen hören.

Während ich mich in den letzten Jahren mit einem Rückblick in Form einer Best-Of-Diashow meiner Hochzeiten in die Festtage verabschiedete, hat sich meine Sichtweise nun gefestigt: Hochzeiten und ihre Geschichten lassen sich nicht in einen Best-Of-Mixer werfen – dafür sind sie alle zu einzigartig, zu wertvoll, zu individuell.

Mit der Hochzeit von Julia + David, die mir ja nun offensichtlich sehr am Herzen liegt und mich dieses Jahr entsprechend bewegt hat, wünsche ich euch allen entspannte und wunderschöne Weihnachtstage.

Und nun: Licht aus, Film ab!